2019-03-01 Kann Physik spannend sein?

Wiesauer Schüler der Berufsfachschule für Hotel- und Tourismusmanagement  experimentieren im Techmania-Science-Center in Pilsen

Kann Physik spannend sein? Einst, im Schulunterricht, hätten wohl die meisten definitiv „nein“ gesagt: Denn da wurde allerhöchstens mal ein Thermometer in Eimern voller Wasser versenkt, um die Wärmelehre experimentell zu beweisen. Es geht auch anders. Das beweist das Science-Center-Techmania in Pilsen.

Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Partnerschule Hotelová škola aus Marienbad haben tschechisch-lernende 11. Klässler der Hotel- und Tourismusmanagementschule des Beruflichen Schulzentrums Wiesau das Techmania-Science-Center in Pilsen besucht. Dort konnten die Jugendlichen anhand von Experimenten, Versuchsaufbauten und Spielen auf vielfältige Art und Weise interessante Einblicke und Erkenntnisse aus der Welt der Naturwissenschaften gewinnen. So konnten Bohrungen simuliert, Bagger gesteuert, geometrische Rätsel gelöst und Flieh- und Schwerkraft, sehr zur Begeisterung der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, am eigenen Leib erfahren werden. Auch das Messen mit Kräften von Vertretern aus dem Tierreich konnte sie überzeugen, dass Physik auch spaßig sein kann.

"Das kann man sich gar nicht vorstellen, wenn man das nicht selbst erlebt", waren die Schülerinnen und Schüler sehr angetan. Viele erkannten dabei gleich Parallelen zum Alltag. Auch das angrenzende 3D Planetarium, in denen man den Sternen ganz nah sein konnte, stieß auf das Interesse der Lernenden.

Gefördert wurde die Fahrt im Rahmen von „MINT goes Techmania“ der Bildungsregion Tirschenreuth. Hierfür stellt die Europäischen Union in Zusammenarbeit mit Ziel ETZ und Euregio Egrensis, sowie dem Landkreis Tirschenreuth finanzielle Mittel zur Verfügung.  „Wir sind sehr glücklich darüber, dass solche Projekte, insbesondere mit Partnerschulen aus dem Ausland, finanziell unterstützt und somit überhaupt erst ermöglicht werden. Wenn es die Umstände erlauben, werden solche Aktionen in den Unterricht eingebaut, weil es bei den Jugendlichen einfach länger hängen bleibt und durch gemeinsame Unterrichtsprojekte mit Partnerschulen aus Tschechien werden Sprachbarrieren überwunden sowie -kenntnisse erweitert", sagten die begleitenden Lehrkräfte Eva Schicker und Alexander Sollfrank, welche über die bestehende Partnerschaft mit der Hotelová škola aus Marienbad sehr glücklich sind und bereits weitere gemeinsame Aktivitäten planen.